Chemnitz kommt heraus aus der Unbekanntheit

Von Leipzig aus ist die Denkmalsanierungswelle seit gut einem Jahr ins benachbarte Chemnitz geschwappt. Die Angbote umfassen denkmalgeschützte Wohnhäuser und die Umwandlung von ehemaligen Fabrikgbäuden in denkmalsanierte Loft-Wohnungen.

Chemnitz (früher: Karl-Marx-Stadt) war vor der Wende die Werkbank der DDR. Mehr als ein Drittel der ostdeutschen Industrieproduktion kam aus der sächsischen Region Chemnitz-Zwickau. Mit der Wende kam es 1989 und den ersten Jahren der Wiedervereinigung wie in allen ostdeutschen Städten zunächst zur Bevölkerungsflucht. Mangelnde Arbeit und unzeitgmäße bis schlechte Wohnqualität waren die Ursache.

Aber unbemerkt von den bekannten Metropolen Dresden und Leipzig geht es gerade auch in Chemnitz seit vielen Jahren bergauf.

So nennt das Handelsblatt im Sommer 2016 unter Berufung auf den Prognos Zukunftsatlas 2016 fünf Dinge, die man über Chemnitz wissen sollte…

Chemnitz hat rein gar nichts mit Karl Marx zu tun. Sieht man von der weltweit zweitgrößten Kopfstatue einmal ab.

Chemnitz war schon immer ein bedeutender Industriestandort und ist auch heute Zentrum der Automobilindustrie, des Maschinenbaus, der Nanotechnologie und der Wissenschaft.

Besonders stark ist die Start-Up-Szene. Und es gibt Arbeit in Chemnitz. Die ansässigen Unternehmen suchen mehr als 400 Fachkräfte und bieten derzeit über 50 freie Ausbildungsplätze.

Chemnitz lebt und ist lebendig. Die Stadt ist reich an Kultur hat eine „Szene“. Kein Wunder also, dass die Bevölkerungszahl in Chemnitz steigt und sich die Stadt allmählich verjüngt. Aktuelle Progosen gehen von einem weiteren Einwohnerwachstum von 20% bis zum Jahr 2030 aus. Das wären dann mehr als 262.000 Einwohner in der Stadt der Moderne. Viele Gründe also, die Wohnpotentiale in den schönen Vierteln Sonnenberg und Kapellenberg zu heben. In diesen gründerzeitlich geprägten Vierteln gibt es noch einige schmucke Häuser zu sanieren und auch größere Industriebauten zu Wohnzwecken umzugestalten. Moderner Wohnraum in alten Fassaden, der dringend gebraucht wird.

Chemnitz ist (noch) wenig bekannt. Das liegt auch daran, dass es die einzige deutsche Großstadt ohne ICE-Anschluss ist. Aber die Verkehrsanbindung wird besser. Durch die A4 ist Chemnitz sehr gut nach Dresden und Richtung Hessen verbunden. Und über die A72 kommt man schnell nach Süden Richtung Nürnberg und bald auch baustellenfrei nach Leipzig.

Denkmalimmobilien in Chemnitz

neu
Chemnitz

Industrie-Lofts

Zentrum West

Sanierungsanteil (AfA)ca. 70%
Fertigstellung2018/2019
Anzahl Wohneinheiten> 30
Wohnflächen40 - 150qm
Mietertragca. 7,50€
Kaufpreis pro m²ab 3200€
KfW-Förderung151
ZusatzinfoVorankündigung
neu
Chemnitz

Industrie-Lofts

Zentrum Süd-West

Sanierungsanteil (AfA)ca. 75%
Fertigstellung2020/2021
Anzahl Wohneinheiten> 30
Wohnflächen35 - 160qm
Mietertragca. 7,50€
Kaufpreis pro m²ab 3.300€
KfW-Förderung151
ZusatzinfoVorankündigung
verkauft
Chemnitz

Gründerzeithaus

Chemnitz-Kappelenberg

Sanierungsanteil (AfA)ca. 70%
Fertigstellung2017/2018
Anzahl Wohneinheitenverkauft
Wohnfläche111qm
Mietertragca. 7€
Kaufpreis350.000€
Kaufpreis pro m²3.150€
KfW-Förderung151
ZusatzinfoBaubeginn ist erfolgt

Der Stadtteil Kaßberg

Der Kaßberg ist das Wohnviertel in Chemnitz. Mit seiner eindrucksvollen Gründerzeit- und Jugendstil-Architektur ist der Kaßberg seit Februar 1991 als Flächendenkmal geschützt. Insgesamt umfasst der Denkmalschutz mehr als 450 Gebäude, bei denen es sich überwiegend um mehrgeschossige Wohnhäuser handelt. Die Zeit online titelte 2012: „Chemnitz ist Sachsens Paris“ und beschrieb den Kaßberg als eines der am besten erhaltesten Gründerzeitviertel zwischen Prag und Brüssel und als ein „überdimensionales Lehrbuch über den Beginn der klassischen Moderne“. In der Architektur der Gebäude mischen sich Jugendstilelemente mit denen der Neorenaissance. Hier wohnt man ohne Frage gern.

Der Stadtteil Sonnenberg

Der Chemnitzer Stadtteil Sonnenberg ist nach der gleichnamigen Erhebung (345m) benannt und erstreckt sich östlich vom Hauptbahnhof bzw. der TU Chemnitz bis zum Zeisigwald.
Der Stadtteil ist geprägt von schöner gründerzeitlicher Architektur in Blockbebauung. Viele Objekte hier sind denkmalgeschützt und noch unsaniert. Im Rahmen der nun verstärkt einsetzenden Denkmalsanierung wird der Chemnitzer Sonnenberg in den nächsten Jahren eine deutliche Aufwertung erfahren. Für Kapitalanleger dürften sich die Investitionen hier daher gut auszahlen. Anreize für den Erwerb ergeben sich aus der Denkmalabschreibung, der KfW-Förderung und der steigenden Nachfrage nach hochwertigem denkmalsanierten Wohnraum.

Wohnen auf dem Sonnenberg hat viele Vorzüge. Man ist in nur rund 10 Minuten fußläufig im Zentrum, am Hauptbahnhof, in der Shopping-Mal Sachsen-Allee oder zur Naherholung im Zeisigwald. Hier befindet sich an der Gellertstraße auch das im August 2016 fertiggestellte neue Stadion des FC Chemnitz. Das Stadion fasst knapp 15.000 Zuschauer.
Mit der fortschreitenden Entwicklung noch vorhandener Bauruinen und Brachflächen wird der Stadtteil immer attraktiver und etabliert allmählich einen lebendigen Flair. Dies wird insbesondere durch einen umfassenden Stadtentwicklungsplan der Stadt Chemnitz unterstützt. Hier stehen im Fokus: die Verbesserung des Wohnumfelds; Förderung von Gewerbe, Wissenschaft und Kultur; Begrünung des Stadtteils und verbesserte Anbindung des Naturraumes Zeisigwald; Ausbau von Fuß- und Radwegen sowie Erweiterung des Straßenbahnnetzes.

Der Stadtteil Kapellenberg

Der Kapellenberg hat eine Höhe von 331m. Früher sprach man vom ‚Stollberger Viertel‘. Hier bauten sich Ende des 19. Jahrhunderts reiche Chemnitzer Fabrikanten und Bürger schöne Stadtvillen. Die bekannteste Villa ist heute die durch den Industriellen Herbert Esche bis 1903 erbaute Jugenstilvilla in der Parkstraße. Heute befindet sich in der vom Belgier van der Velde entworfenen Villa ein herausragendes Restaurant. Hier überwiegen mittlere bis gute Wohnlagen.